Was Sie zu Intel Xeon-Prozessoren wissen sollten

Artikel | Veröffentlicht am 08.12.2014
Was Sie zu Intel Xeon-Prozessoren wissen sollten

In vielen aktuellen Mittelklasse-Servern steckt die geballte Rechenleistung der Intel Xeon-Prozessoren. SONA Knowledge Base hat sich die verfügbaren Modelle angesehen und sagt Ihnen, worauf Sie beim Server-Kauf in Sachen CPU achten sollten.

Der Prozessor eines Servers entscheidet darüber, ob Ihr neuer Zentralrechner gut für die Zukunft gerüstet ist - oder eventuell schon nach kürzester Zeit an seine Leistungsgrenzen stößt. Damit Sie besser einschätzen können, worin sich vor allem die aktuellen Modelle der Intel Xeon-Serie unterscheiden, haben wir uns durch zahlreiche Listen gewühlt und fassen die wichtigsten Erkenntnisse dieser Recherche anhand eines Beispiels knapp und verständlich zusammen.

Power versus Preis: Intel Xeon E5-2600 v3 versus E5-2400 v2

In Mittelklasse-Servern kommen derzeit oft zwei CPU-Familien des Intel Xeon-Prozessors zum Einsatz: Intel Xeon E5-2400 v2 und Intel Xeon E5-2600 v3. Hierbei lassen sich zahlreiche Unterschiede festmachen, die sich auf den Preis des Servers einerseits und dessen Rechenleistung andererseits auswirken.

Generell lässt sich sagen, dass die Prozessoren vom Typ Xeon E5-2400 v2 einen kleineren Zwischenspeicher (Cache) von 10 bis 25 Megabyte aufweisen. Im Vergleich dazu: Der E5-2600 v3 bietet in dieser Disziplin bis zu 45 Megabyte. Folge: Häufig benötigte Daten stehen dem Prozessor schneller zur Verfügung, was den Server insgesamt leistungsfähiger macht. Dafür ermöglichen die E-2400 v2-CPUs insgesamt deutliche Kosteneinsparungen, was sowohl auf den Prozessor selbst als auch auf das benötigte Mainboard und die RAM-Bausteine zutrifft.

Worauf kommt es an: Prozessortakt oder Prozessorkerne?

Für die Leistungsfähigkeit der CPU spielt der maximal verfügbare Prozessortakt eine wichtige Rolle: Während die E5-2400 v2-Reihe von 1.7 bis 2.5 GHz getaktet wird, schaffen die CPUs der E5-2600 v3-Serie bis zu 3.5 GHz (Xeon E5-2637 v3). Auch hier gilt: schnellere Prozessoren bewältigen in der Regel mehr Aufgaben in derselben Zeit.

Neben den bereits erwähnten Unterschieden bei der möglichen Prozessorgeschwindigkeit differieren die Prozessoren der Intel Xeon E5-2600 v3 und E5-2400 v2 in der Zahl der vorhandenen CPU-Kerne, den sogenannten Cores. So weist die v3-Familie bis zu 18 Prozessorkerne auf, die jeweils zwei Threads, also zwei Aufgaben parallel ausführen können. Das bedeutet in Summe 36 Rechenoperationen, die der zugrunde liegende Server simultan erledigen kann.

Anwendungen, wie man sie beispielsweise aus dem Bereich Datenbanken und Virtualisierung kennt, nutzen diesen Vorteil erheblich aus, da sie die auszuführenden Befehle auf viele Prozessoren verteilen können. Anwendungen, die hingegen nicht so viele Kerne nutzen können, profitieren dementsprechend eher von höherer Taktrate pro Kern.

Special Server-Effects: vPro, VTx und mehr

Gerade bei Unternehmensservern ist es wichtig, dass der Prozessor Merkmale aufweist, die für mehr Sicherheit und Leistungsfähigkeit sorgen. Dazu gehört beispielsweise die Virtualisierungstechnik Intel VTx, die sämtliche Prozessorfamilien beherrschen. Aber auch Features wie Intel Secure Key für das automatische Generieren von Zufallszahlen und die Intel vPro-Technik erhöhen den Schutz der Serverplattform. Intel vPro wird übrigens vorwiegend von den neueren Prozessoren der Intel Xeon E5-2600 v3-Serie unterstützt.

Mehr und schnellerer Speicher: Auf den Prozessor kommt es an

Mit des im dritten Quartal 2014 eingeführten Haswell-EP-kompatiblen Sockels 2011-3 und den zugehörigen Prozessoren der Intel Xeon E5-2600 v3-Serie lassen sich Speicherbausteine vom Typ DDR4 nutzen, was zwei wesentliche Vorteile mit sich bringt. Zum einen erhöht sich dadurch die maximale Speicherbandbreite auf 68 Gigabyte/s, während der maximale Datendurchsatz bei DDR3-Speicher nur knapp 60 Gigabyte/s beträgt. Zum anderen sind die DDR4-Module stromsparender, da sie nur 1,2 Volt statt 1,35 benötigen.

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