Worauf es bei Mittelklasse-Servern ankommt

Artikel | Veröffentlicht am 08.12.2014
Worauf es bei Mittelklasse-Servern ankommt

Der Kauf des passenden Mittelklasse-Servers ist mit zahlreichen Fragen verknüpft, deren Antworten die SONA Knowledge Base mithilfe dieses Beitrags liefert. Dazu zählen die richtige Ausstattung und Leistungsfähigkeit des Rechners genauso wie die Erweiterbarkeit und die damit verbundene maximale Ausbaustufe des Servers.

Ganz egal, ob Sie Ihren eigenen Webserver oder aufwändige Datenbankanwendungen auf dem Server laufen lassen wollen - der Zentralrechner muss dazu passen und die richtige Mischung aus Leistungsdaten und Ausbaustufe bieten. Dabei kommt es auf die Kriterien "Rechenleistung", "Ausstattung", "Erweiterbarkeit" und "Betriebssystem" an.

Rechenleistung: Ein oder zwei Mehrkernprozessoren

Typische Mittelklasse-Server sind mit einem oder zwei Prozessoren ausgestattet, die meist von Intel stammen und die Bezeichnung Intel Xeon tragen. Am häufigsten eingesetzt wird dabei die Xeon-Baureihe E5. Ob es sich dabei um CPUs mit der neuen Prozessorarchitektur "Haswell" handelt, erkennen Sie am Zusatz "v3". CPUs mit dem Kürzel "v2" am Ende der Bezeichnung weisen auf die Vorgängergeneration "Ivy Bridge" hin, deren Prozessoren nicht so effizient arbeiten wie v3-Modelle.

Zudem unterscheiden sich die am Markt erhältlichen Mittelklasse-Server in der Zahl der vorhandenen Prozessorkerne, die bei diesem Rechnertyp meistens als 4- oder 6-Core-Variante existieren. Hier gilt die Regel: Wenn auf dem Server viele Prozesse gleichzeitig laufen oder von mehr Kernen profitieren, sind mehr Kerne einer hohen Taktrate vorzuziehen. Andernfalls sollten Sie weniger Kerne mit höherer Taktrate bevorzugen.

Ausstattung: Bis zu 64 Gigabyte RAM und 16 Terabyte Speicher

In Sachen Ausstattung sollte man bei Mittelklasse-Servern vor allem auf den installierten Hauptspeicher (RAM) und die vorhandene Speicherkapazität achten. In Sachen RAM weisen diese Server meist 12, 24 oder 32 Gigabyte auf. An der oberen Leistungsgrenze sind aber auch 64 Gigabyte möglich. Wichtig dabei ist, dass die RAM-Riegel vom Typ ECC sind, nur dann bieten sie ausreichend Sicherheit vor möglichem Datenverlust während der Programmausführung. Zudem sollte man aus Gründen der Investitionssicherheit und maximalen Performance auf einen Server setzen, der mit einem Haswell-Prozessor ausgestattet ist und damit den deutlich schnelleren RAM-Typ DDR4 unterstützt.

Auf der anderen Seite kommt es bei einem Mittelklasse-Server auf die ausreichende Speicherkapazität an. So beginnen diese Rechner bei 4 Terabyte Festplattenspeicher und gehen hinauf bis 16 Terabyte. Dabei sollten Sie darauf achten, ausschließlich 24/7-geeignete Serverfestplatten zu verwenden, da diese für den Dauerbetrieb ausgelegt sind und damit die höchste Zuverlässigkeit aufweisen.

Erweiterbarkeit: 1U, 2U oder 3U Bauhöhe, RAM-Größe und PCIe-Steckplätze

Gerade bei der Neuanschaffung eines Mittelklasse-Servers hat man unter Umständen noch nicht den genauen Überblick, was der Rechner leisten können soll. Da bietet sich ein System an, das mit den Ansprüchen wächst. Aus diesem Grund werden Server, die für den Rackbetrieb im Serverschrank vorgesehen sind, in unterschiedlichen Bauhöhen angeboten. So weist der kleinste Server eine Bauhöhe von 1U auf, was die Festplattenanzahl auf viermal 3,5-Zoll oder zehnmal 2,5-Zoll begrenzt.

Falls man also sicher gehen will, dass der Server den eigenen Anforderungen stand hält, und den benötigten Platz zur Verfügung hat, sollte man am besten einen Rechner kaufen, der eine Bauhöhe von 2U oder mehr aufweist. So lassen sich in einem 2U-Server beispielsweise zwölf 3,5-Zoll- oder vierundzwanzig 2,5-Zoll-Festplatten unterbringen.

Aber auch die mögliche Erweiterbarkeit des Arbeitsspeichers gilt es zu berücksichtigen. So entscheidet die vom Server vorgegebene Anzahl an Speichersteckplätzen (DIMM-Sockets) darüber, wie viele Speichermodule man verbauen kann. Dabei gilt die Regel: Es sollten so viele Module verbaut werden, wie die CPU Speicherkanäle bietet – oder ein ganzzahliges Vielfaches davon.

Außerdem ist wichtig, darauf zu achten, dass der Server mit genügend PCIe-Erweiterungssteckplätzen ausgestattet ist. Diese legen fest, wie viele und was für Erweiterungskarten (z.B. Netzwerkkarten, RAID-Controller, GPU-Karten) verwendet werden können.

Das richtige Betriebssystem: Windows Server 2012 R2

Ohne das passende Betriebssystem nützt der leistungsstärkste und bestausgestattete Mittelklasse-Server nichts. Daher sollten Sie auf erprobte Software setzen, wie dies bei den Microsoft Windows Server-Varianten der Fall ist. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass Windows Server 2008 R2 Ende 2014 End-of-Life und Windows Server 2003 Mitte 2015 End-of-Support gehen. Das bedeutet für die Anwender, dass Microsoft für Server 2003 keinerlei Updates und Patches mehr bereitstellt. Damit sind diese Rechner nicht mehr hinreichend geschützt und stellen ein Einfallstor für Hacker und andere Programmierer von Schadsoftware dar – und genau dasselbe wird schon in einigen Jahren mit Server 2008 R2 geschehen.

Aus diesem Grund sollten Sie von Anfang an auf Microsoft Windows Server 2012 R2 setzen, da dieses Betriebssystem die besten Leistungswerte und die höchsten Sicherheitsstandards bietet. Falls Sie Fragen zur Migration von Server 2003 bzw. 2008 R2 auf Windows Server 2012 R2 haben, dürfen Sie uns gerne kontaktieren. Wir helfen Ihnen dabei.

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