Wie das Internet funktioniert - Teil 2: World Wide Web

Artikel | Veröffentlicht am 11.10.2016
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Wie das Internet funktioniert - Teil 2: World Wide Web

Die ersten Schritte des Internets datieren aus dem Jahr 1957, seitdem erfindet sich das weltweit umspannende Netz quasi täglich neu. Mit diesem 7-teiligen Special zeigt SONA Knowledge Base, wie das Web funktioniert und warum es mittlerweile unverzichtbar ist.Teil 2 beschäftigt sich mit dem World Wide Web und den Möglichkeiten, die es bietet.

Wie der erste Teil dieses Internet-Specials zeigt, hat ein gewisser Tim Berners-Lee Anfang der 1990er Jahre für den enormen Aufschwung des Internets gesorgt, so wie wir es heute kennen. Denn dank seiner Erfindung, dem World Wide Web, war es auf einmal möglich, mithilfe einer Software, dem Webbrowser, auf jegliche Informationen auf jeglichen Servern der Welt zuzugreifen. Die einzige Bedingung hierfür war das richtige Verbinden dieser Informationen mithilfe eines Protokolls, genannt HTTP (HyperText Transfer Protocol). Damit konnte man urplötzlich auf Bilder, Musik und Texte zugreifen, die sich auf einem weit entfernten Rechner irgendwo im Internet befanden. Und das, ohne den genauen Standort des Webservers zu kennen.

HTML und HTTP sind das neue Internet

Was also bis Anfang der 1990er Jahre nur IT-Experten und Computerspezialisten vorbehalten war, nämlich mithilfe kryptisch anmutender Techniken wie FTP oder Telnet auf dedizierte Internetserver und deren Inhalte zuzugreifen, war dank der Erfindung von Berners-Lee nur noch wenige Mausklicks entfernt. Dabei spielen zwei ähnliche klingende Kürzel eine wichtige Rolle: HTTP und HTML. Das HyperText Transfer Protocol kümmert sich um den störungsfreien Transport der Webbrowserdaten vom Server zum Endgerät wie PC oder Smartphone, die HyperText Markup Language hingegen ist für die richtige Darstellung der Webserverdaten zuständig. So wurden in den Anfängen des WWW die Webseiten noch direkt als HTML-Textdatei erstellt, was heute dank der WYSIWYG-Programme ohne jegliche Programmierkenntnisse möglich ist.

Wordpress & Co. - darum ist das World Wide Web so erfolgreich

Eine sehr erfolgreiche Weiterentwicklung dieser Webseiten-Gestaltung auf Basis von HTML sind die sogenannten Content Management Systeme (CMS), zu denen beispielsweise das weit verbreitete Wordpress gehört. Diese Systeme können allerdings weit mehr als nur Webinhalte gestalten und pflegen. Sie können nämlich gleichzeitig sämtliche Inhalte wie Texte, Bilder und Audiodateien auf einem Webserver speichern, und das mit geringem Aufwand und Wissen rund um das Thema Webseitengestaltung. Das ist einer der Gründe für den enormen Erfolg, den das WWW vorzuweisen hat.

Das Web erfindet sich ständig neu

Seitdem im März 1994 die tausendste Webseite registriert wurde, hat sich das World Wide Web radikal verändert. So waren gut 20 Jahre später, genauer gesagt 2015, rund eine Milliarde Webserver online, und der Boom kennt keine Grenzen. Dazwischen kamen und verschwanden neue Anwendungen wie die sozialen Medien, Computerforen, alle große Unternehmen mit eigener Webseite, und so fort. Mittlerweile ist jeder Web-Anwender sein eigener Produzent, Verleger, Filmemacher und vieles mehr, wenn er das will. Denn noch nie war es einfacher, seine Musik, seine Texte und seine Videos ins Web zu stellen, und das mit geringem Aufwand - Soundcloud, Wordpress und YouTube sei Dank. Und das ist nicht nur auf stationären Geräten wie dem PC möglich, sondern auch immer häufiger auf Smartphone und Tablets, deren Leistungszunahmen in den letzten Jahren das mobile WWW maßgeblich geprägt haben.

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