Worauf es bei Highend-Servern ankommt

Artikel | Veröffentlicht am 16.12.2014
Worauf es bei Highend-Servern ankommt

Beim Kauf des richtigen Highend-Servers sind zahlreiche Aspekte zu beachten, mit denen Sie sich im Vorfeld auseinander setzen sollten. Dabei hilft Ihnen die SONA Knowledge Base in Form dieses Beitrags, in dem Sie erfahren, welche Leistungs- und Ausstattungsmerkmale Ihr neuer Server aufweisen sollte.

Gerade bei einem Highend-Server, der meist mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden ist, will man sich als IT-Verantwortlicher sicher sein können, den optimalen Rechner für seine Zwecke anzuschaffen. Daher sollten Sie bereits im Vorfeld bestimmte Kriterien kennen, mit denen sich die Leistungsfähigkeit und die Ausstattungsmerkmale des Servers bewerten lassen. Dabei helfen die Kategorien "Rechenleistung", "Ausstattung" und "Erweiterbarkeit".

Rechenleistung: Mit 4 bis 36 Prozessorkernen

Da es den typischen Highend-Server aufgrund der vielfältigen Anwendungsszenarien nicht gibt, findet man bei der Prozessorausstattung zahlreiche Varianten. Das beginnt bei einem einfachen Prozessor mit gerade mal vier CPU-Kernen und endet bei einem Dual-Prozessor-Modell vom Typ Intel Xeon E5-2660 v3 im 2011-3-Sockel mit bis zu 36 Kernen. Dazwischen liegen weitere Prozessorvarianten mit unterschiedlichsten Anzahlen von CPU-Cores, die in Highend-Servern zum Einsatz kommen. Die Bezeichnung "Highend" trifft daher nicht ausschließlich auf den Prozessor zu, sondern auch auf die Ausstattung, die das Serversystem bietet.

Ausstattung: Viel RAM und hohe Speicherkapazität

Auch bei der Ausstattung eines Highend-Servers gibt es zahlreiche Varianten, aber eine grundsätzliche Aussage lautet: Gerade bei rechen- und/oder speicherintensiven Anwendungen kommt den richtigen Ausstattungsmerkmalen eine wichtige Rolle zu. So ist im Falle eines Datenbank-Servers mit hoher I/O-Leistung ein möglichst großer Arbeitsspeicher ab 64 Gigabyte erforderlich, sodass zum Beispiel In-Memory-Plattformen wie Microsoft SQL Server implementiert werden können. Stehen demgegenüber große Datenmengen im Vordergrund, sollte der Server mit einem optimal dimensionierten Festplattenspeicher ausgestattet sein. Dabei stellt vor allem das Servergehäuse den limitierenden Faktor beim späteren Ausbau des Plattenspeichers dar.

Wichtig bei der Wahl des passenden Festplatten-Pools sind die Leistungsdaten der HDDs. So sollten Sie Plattenmodelle einsetzen, die möglichst kurze Zugriffszeiten bieten, einen möglichst großen Datencache und eine schnelle Anbindung an das Serversystem aufweisen. Das sind derzeit Serial-ATA in der dritten Version und SAS in der dritten Generation. Dabei sind SAS-Platten ihren SATA-Pendants deutlich überlegen, denn der zugehörige SAS-Standard sieht eine Verdopplung der Plattenbandbreite vor, zudem erfolgt der Datentransfer im Vollduplex-Verfahren, also in beiden Richtungen gleichzeitig. In Zahlen bedeutet das: 6 Gigabit/s (SATA) versus 12 Gigabit/s bei SAS-Festplatten.

Know-how: Auch im Highend-Server-Bereich kommt es vermehrt auf energieeffiziente Komponenten an. Aus diesem Grund verbauen wir in zahlreichen SONA Highend-Servern die 6-Terabyte-Festplatte Hitachi HGST Ultrastar He6, die dank ihrer Heliumfüllung weniger Strom verbraucht, da die einzelnen Platter mit weniger Kraftaufwand gedreht werden. Das ist gut fürs Budget und sorgt gleichzeitig für eine geringere Wärmeentwicklung.

Erweiterbarkeit: Das Servergehäuse

In Zeiten stetig zunehmender Datenvolumen werden in vielen Anwendungsbereichen üppige Speicherkapazitäten immer wichtiger. Daher sind zahlreiche Highend-Server standardmäßig in einem Gehäuse verbaut, das drei oder vier Höheneinheiten bietet. Damit lassen sich große Festplatten-Pools realisieren, die 16 oder mehr Terabyte Speicher umfassen. Das ist vor allem bei den äußerst leistungsfähigen SAS-Platten im 3,5 Zoll-Format zu berücksichtigen, da diese HDDs den meisten Platz verbrauchen und zudem einen beträchtlichen Beitrag zur Wärmeentwicklung leisten. Da kommt es auf ein Server-Gehäuse an, das sich optimal um eine effiziente Wärmeabfuhr kümmert.

Darüber hinaus bieten hochwertige Servergehäuse professionelle Merkmale wie redundante Lüfter und Netzteile, die sich im Falle eines Defekts während des laufenden Betriebs austauschen lassen. Zudem befinden sich bei einigen Highend-Chassis auf der Vorder- und Rückseite Hot-swap-fähige Festplattenkäfige, die den schnellen Austausch der Plattenspeicher erlauben.

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