Darin unterscheiden sich Intel-Chipsätze im Detail

Artikel | Veröffentlicht am 19.01.2015
Darin unterscheiden sich Intel-Chipsätze im Detail

In den aktuellen PC- und Serversystemen kommen Mainboards mit den CPU-Sockeln 1150 und 2011-3 samt ihrer zugehörigen Chipsätze zum Einsatz. SONA Knowledge Base hat sich die wichtigsten Intel-Chipsets genauer angesehen und sagt Ihnen, was sie leisten und worin sie sich unterscheiden.

Im ersten Teil dieser Chipsatz-Trilogie haben Sie eine Menge über die aktuellen Chipsätze von Intel für die Sockel 1150 und 2011-3 erfahren. Dazu gehören Informationen über die Zusammenhänge zwischen Sockel und Chipsatz und zwischen Sockel und Prozessor. Aber auch eine grundlegende Unterscheidung der Einsatzgebiete der zugehörigen Rechnersysteme haben wir im ersten Teil vorgenommen. In diesem zweiten Teil zeigen wir ausführlicher, worin sich die aktuellen Intel-Chipsätze unterscheiden und für welche Anwendergruppen sie gedacht sind.

Sockel 1150 und die Intel-Chipsätze Z, H, Q und B: Haswell-Prozessoren für alle PC-Klassen

Seit Mitte 2013 kommt in zahlreichen Mainboards der 1150-Sockel zum Einsatz, der eine Vielzahl von Intel-Chipsätzen unterstützt. Dazu gehören allgemein gesprochen die Chipsatz-Serien mit den Bezeichnungen Z, H, Q und B. Bis auf den B-Chipsatz weisen alle Chipsätze diverse Varianten auf, die in den technischen Merkmalen und den infrage kommenden Prozessoren differieren.

So unterscheidet man beispielsweise bei der Intel Z-Serie zwischen Z97 und Z87. Dabei stellt der Z87 den Vorgänger des Z97-Chipsatzes dar. Beide ähneln sich hinsichtlich der technischen Merkmale, der wesentliche Unterschied besteht vor allem in den neuen Steckverbindungen vom Typ M.2, mit dem sich PCI-Express-basierte SSD-Speicherbausteine im Rechner einbauen lassen. Mehr zu M.2 finden Sie im dritten Teil unserer Chipsatz-Trilogie.

Zu den gemeinsamen technischen Merkmalen der Intel Z-Chipsätze gehört die Unterstützung von 16 PCIe-Steckplätze der dritten Generation, die sechs SATA-Anschlüsse mit einer Bandbreite von 6 Gigabit/s, die sechs Anschlüsse vom Typ USB 3.0 und die acht USB-2.0-Ports. Aber auch bei den PC-Techniken sind beide Chipsätze identisch: Sie unterstützen die Intel-Techniken Rapid Storage, Smart Connect, Smart Response und Rapid Start.

CPU-seitig werden zahlreiche Prozessorvarianten der Intel Core-Reihe wie der Intel Core i7-4790K mit 4 GHz Taktung auf der Highend-Seite und die Intel Pentium sowie Intel Celeron Prozessoren für Einsteiger-PCs unterstützt. Damit sind mit den Z-Chipsätzen vielfältige PC-Konfigurationen möglich.

Diese Liste wird dank der weiteren Chipsätze aus der H-, Q- und B-Reihe noch länger, die über weniger Features verfügen, dafür aber auch günstiger sind. Für sehr preisbewusste Käufer, denen ein begrenztes Budgets zur Verfügung steht und für die es beim PC weniger auf hohe Leistungsfähigkeit und üppige Ausstattungsmerkmale ankommt, kommt vor allem der Intel B87 infrage. Wenn Sie sich unschlüssig sind, welcher Chipsatz für Ihr System optimal geeignet ist, beraten wir Sie natürlich gerne!

Sockel 2011-3 und die Intel-Chipsätze X99 und C612: Highend-Rechner für anspruchsvolle Aufgaben

Mit Erscheinen der Haswell-E-Prozessoren Mitte 2014 waren auch neue Chipsätze vonnöten, die mit dem neuen Arbeitsspeichertyp DDR4 kompatibel sind. Die zum Sockel 2011-3 gehörigen Chipsätze nennen sich X99 (für Core i7-Prozessoren) und C612 (für Xeon E5-2600/1600v3) und sind ebenso wie die Sockel 1150-Chipsätze mit sechs USB 3.0- und acht USB 2.0.Anschlüssen ausgestattet, weisen darüber hinaus aber noch zahlreiche Highend-Merkmale auf. Dazu zählen beim X99 unter anderem die zehn SATA-Ports mit 6 Gb/s sowie der software-basierte RAID-Controller. Der Intel C612 weist ganz ähnliche Merkmale auf und unterstützt darüber hinaus die Intel vPro-Technik, mit der sich Rechner fernverwalten lassen. Mit diesen und weiteren Features eignen sich Systeme mit dem Intel C612-Chipsatz vorrangig für den Unternehmenseinsatz.

Der Sockel bestimmt die Datenbandbreite: PCIe-Verbindungen bei Sockel 1150 und 2011-3

Bei der Wahl der richtigen Mainboard-Sockel-Prozessor-Kombination steht auch die Frage nach der maximalen internen Bandbreite im Raum. So unterstützt der Sockel 1150 höchstens 16 PCI-Express-Verbindungen, sogenannte Lanes. Darüber werden die Daten innerhalb des PC- und Serversystems ausgetauscht. Der Sockel 2011-3 hingegen kommt je nach aufgesetztem Prozessor auf bis zu 40 PCIe-Lanes, was den maximalen Datendurchsatz dramatisch erhöht. Damit ist klar: Systeme mit dem 2011-3-Sockel kommen vor allem für technisch anspruchsvolle Aufgaben und Anwender infrage.

Dazu passende Shop-Kategorien

Kommentare