Wie ein Personalcomputer funktioniert - Teil 9: Das PC-Zusammenspiel

Artikel | Veröffentlicht am 21.09.2016
Wie ein Personalcomputer funktioniert - Teil 9: Das PC-Zusammenspiel

Der PC ist zentrales Arbeitsgerät, und das über sämtliche Branchen und Anwendungen hinweg. Doch wie funktioniert solch ein technisches Wunderwerk und welche Aufgaben übernehmen die eingebauten Komponenten wie Festplatte, Grafikkarte und Arbeitsspeicher? SONA Knowledge Base ist diesen und weiteren Fragen nachgegangen und liefert interessante Antworten rund um den Computer.

Dieser mehrteilige SONA Knowledge Base-Schwerpunkt zeigt mit jedem Beitrag, wie die internen Bauteile eines herkömmlichen PCs funktionieren und wie man sich das Zusammenspiel dieser Komponenten vorstellen muss. Hierfür betrachten wir genauer die interagierende Arbeitsweise von Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher und Co.

Von A wie Arbeitsspeicher bis P wie Prozessor

Die ersten acht Teile dieses großen PC-Specials widmeten sich unter anderem dem Prozessor, dem Mainboard, dem Arbeitsspeicher, der Festplatte und der Grafikkarte. Der heutige neunte und abschließende Teil zeigt, wie diese Komponenten im Zusammenspiel funktionieren und welche Wechselbeziehungen und -wirkungen dabei auftreten können.

Die wesentliche Frage, wie leistungsfähig und ausbaubar der PC sein soll, wird mit der Wahl des eingebauten Mainboards beantwortet. Denn je nach Prozessorsockel, Anzahl der vorhandenen RAM-Steckplätze, Typ und Anzahl der Erweiterungssteckplätze und der maximalen Zahl von möglichen Speicherkomponenten entpuppt sich der neue Computer entweder als Durchschnitts-PC oder als "Höllenmaschine, die mit jedweder Aufgabe und Anwendung zurechtkommt.

Von der Wahl des richtigen Mainboards hängt alles ab

Beim PC-Kauf sollte man den Fokus vor allem auf das Mainboard legen, denn davon hängt die Wahl des möglichen Prozessors ab, der wiederum darüber bestimmt, wieviel RAM eingebaut werden kann, wie viele Speicherkomponenten Platz finden und ob man eine dedizierte Grafikkarte benötigt oder nicht. Daraus resultiert ein bestimmter Leistungsindex, der festlegt, welche Anwendungen auf dem Computersystem ausgeführt werden können.

Prozessor, RAM und Grafikkarte bilden eine Einheit

Hat man sich für den richtigen Prozessor entschieden, sollte man unbedingt darauf achten, dass sich passend zur Leistungsklasse der CPU auch der richtig dimensionierte Arbeitsspeicher auf dem Mainboard befindet, da diese eine enge Einheit bilden. Denn nur wenn der Prozessor innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit vom RAM mit der optimalen Menge an Daten versorgt werden kann, läuft der PC zur Hochform auf. Folge: Ein schneller Prozessor wird von zu wenig RAM ausgebremst und umgekehrt. Das Gleiche gilt auch für die Kombination aus Prozessor und Grafikkarte, die ebenfalls auf ein gutes Zusammenspiel angewiesen sind, wenn man die entsprechenden Anwendungen auf dem Rechner ausführen will.

Der Chipsatz bestimmt Anzahl und Güte wichtiger Komponenten

Gerade bei datenintensiven Anwendungen kommt dem Mainboard eine ganz besondere Rolle zu. Denn es bestimmt nicht nur die Rechenleistung des PC-Systems, sondern legt aufgrund des integrierten Chipsatzes auch Qualität und Quantität von Arbeitsspeicher und PCIe-Komponenten fest. Das bedeutet konkret, dass die RAM-Größe vom Chipsatz limitiert werden kann, was den möglichen Ausbau des Arbeitsspeichers begrenzen kann. Das Gleiche gilt für die maximale Anzahl von PCIe-Lanes, die ebenfalls von Chipsatz und Prozessor abhängt. Das kann zum Beispiel bei der Wahl einer dedizierten Grafikkarte ein entscheidender Gesichtspunkt sein.

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