Was Sie zu Chipsätzen wissen sollten

Artikel | Veröffentlicht am 14.01.2015
Was Sie zu Chipsätzen wissen sollten

Der Chipsatz eines PC- oder Server-Systems bestimmt dessen technische Eigenschaften und legt fest, welcher Prozessor und welche Peripherie eingesetzt werden kann. SONA Knowledge Base hat sich die wichtigsten Chipsätze angesehen und nennt Unterschiede und Vorteile.

Beim Kauf eines Rechnersystems lässt sich die Güte und Anzahl vieler Komponenten vom Anwender selbst bestimmen: Welcher Prozessor rechnet im PC, wie viele Festplatten mit welcher Speicherkapazität sollen eingebaut sein, welche Grafikkarte ist für die Darstellung der Bilder am Monitor zuständig und vieles mehr. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Chipsatz (englisch: Chipset), der dem Mainboard zugrunde liegt. Damit steht auch fest: Die Wahl des Mainboards legt die Ausstattung des gesamten Rechners fest.

Prozessorsockel und Chipsatz bilden eine Einheit

Eine enge Einheit bilden hierbei der Chipsatz einerseits und der CPU-Sockel andererseits. Denn nicht jeder Sockel unterstützt jeden Prozessor, was einerseits die Leistungsfähigkeit der CPU bestimmt. Andererseits befinden sich die aktuell verfügbaren Sockel auf einer Vielzahl unterschiedlicher Mainboards, was vor allem die Ausstattungsmerkmale des Rechnersystems festlegt. Damit bestimmen Sie beispielsweise, wie viele Festplatten mit welcher Schnittstelle unterstützt werden, wie viele USB-Geräte mit welchem Tempo am Rechner angeschlossen werden können und welche speziellen Techniken Sie einsetzen können, ohne eine Erweiterungskarte verwenden zu müssen.

Sockel 1150 und Sockel 2011-3: Diese Chipsätze werden unterstützt

Sieht man sich die aktuell wichtigen Prozessorsockel an, fallen vor allem zwei ins Auge: Sockel 1150 und Sockel 2011-3. Beide werden von einer Vielzahl von Chipsätzen unterstützt. Bemerkenswert dabei sind auf 1150-Mainboards vor allem der Intel Z97, der Intel H97, der B85 und die C-Chipsätze der 220-Serie. Der 2014 eingeführte Sockel 2011-3 hingegen wird besonders häufig in Verbindung mit den Chipsätzen X99 und C612 genutzt.

Sockel 1150: Haswell-Prozessoren für schnelle PC-Systeme

Der Sockel 1150 wird auch LGA1150 oder H3 genannt und kommt auf Mainboards zum Einsatz, auf denen Intel-Prozessoren der Reihen Core i3, i5, i7 und Xeon E3 verbaut werden sollen. Dabei handelt es sich allesamt um CPUs der Haswell-Architektur, also der vierten Generation der Core-Prozessoren. Die zugehörigen Chipsätze heißen Intel Z, Intel H, Intel Q, Intel B und Intel C mit diversen Ausprägungen und Leistungsmerkmalen. Die Hauptunterschiede beziehen sich vor allem auf die unterstützten Prozessoren sowie bestimmte Ausstattungsmerkmale wie die Anzahl der möglichen PCIe-Steckkarten.

Aber es gibt auch diverse Gemeinsamkeiten der 1150-kompatiblen Chipsätze: Sie bieten alle eine Bus-Taktrate von 4 Gigabit/s, unterstützen PCI Express-Komponenten der dritten Generation und steuern bis zu sechs USB-3.0- sowie acht USB-2.0-Komponenten an. Einzig der Chipsatz Intel B85 bildet hier die Ausnahme.

Unterschiede machen sich vor allem in den unterstützten Prozessoren bemerkbar. So kommt der Intel Z97 beispielsweise vorzugsweise in PC-Systemen zum Einsatz, in denen Highend-CPUs Intel Core i7 und i5 vom Typ Haswell ihre Dienste verrichten und die Overclocking-fähig sein sollen. Damit wird schnell klar: Rechnersysteme mit der Kombination Sockel 1150 und Intel Z97 werden vor allem in Rechnern für anspruchsvolle Aufgaben und Gaming-PCs verwendet. PCs auf Basis des Intel H97 hingegen unterstützen kein Overclocking. Die Chipsätze der B-Serie hingegen wenden sich aufgrund ihrer eingeschränkten Leistungsfähigkeit eher an Anwender, denen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wichtig ist.

Sockel 2011-3: Haswell-E-CPUs für anspruchsvolle Anwendungen

Mitte 2014 hat Intel neue Prozessoren mit dem Codenamen Haswell-E eingeführt. Der zugehörige Mainboard-Sockel nennt sich 2011-3, wird aber auch mit LGA2011-v3 oder Sockel R3 bezeichnet. Es handelt sich dabei um den Nachfolger des Sockel 2011, der nicht kompatibel zum Sockel 2011-3 ist. Das liegt vor allem an der neuen Arbeitsspeichertechnik DDR4, die neue RAM-Bausteine erfordert.

Rechnersysteme mit 2011-3-Mainboards wenden sich vor allem an Anwender, denen die maximale Leistungsfähigkeit und eine bestmögliche Ausstattung wichtig sind. Dabei werden sie unterstützt von Prozessoren mit vier Kernen (Desktop-PC), mit sechs und mehr Kernen (Intel Extreme-CPUs für Gamer) und von Prozessoren mit acht oder mehr Cores (Intel Xeon).

Weitere Details zu Chipsätzen in den Teilen zwei und drei

Falls Sie weitere Details zu den aktuellen Chipsätzen benötigen, dürfen Sie uns gerne anrufen oder uns eine E-Mail schreiben. Oder Sie lesen zuerst den zweiten und dritten Teil dieser Chipsatz-Trilogie!

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