Wie das Internet funktioniert - Teil 4: die E-Mail

Artikel | Veröffentlicht am 24.10.2016
Wie das Internet funktioniert - Teil 4: die E-Mail

Die ersten Schritte des Internets datieren aus dem Jahr 1957, seitdem erfindet sich das weltumspannende Netz quasi täglich neu. Mit diesem 7-teiligen Special zeigt SONA Knowledge Base, wie das Internet funktioniert und warum es mittlerweile unverzichtbar ist. Teil 4 beschäftigt sich mit einem wichtigen Kommunikationsmittel, der E-Mail.

Trotz WhatsApp-, SMS- und Facebook-Nachrichten spielt die E-Mail in der aktuellen Kommunikation immer noch eine große Rolle, vor allem im geschäftlichen Umfeld. Zu etabliert ist diese Form der Nachrichtenübermittlung zwischen zwei oder mehreren Anwendern. Doch was passiert beim Versenden und Empfangen einer E-Mail, was sollte man beim Anhängen von Bildern und anderen Elementen beachten und in welchen Fällen ist das Verschlüsseln von elektronischen Nachrichten eine gute Idee? SONA Knowledge Base ist diesen Fragen nachgegangen.

Vom Sender zum Empfänger: E-Mails umrunden den halben Erdball

Der Weg einer E-Mail nach Betätigen des Senden-Knopfs kann durchaus ein langer sein: Nachdem die elektronische Nachricht das Haus verlassen hat, landet sie im nächster Verteilerkasten Ihres ISP (Internet Service Provider), um ihre Reise auf schnellen Glasfaserkabeln fortzusetzen. Von dort gelangt die E-Mail zum Mailanbieter des Absenders, der sie erst einmal zwischenlagert, wenn auch nur kurz.

Um die Nachricht richtig zustellen zu können, wird die Domain der E-Mail, also der Teil nach dem @-Zeichen, mithilfe eines Nameservers (DNS) identifiziert. Sollte der Domainname existieren (wie z.B. googlemail.com), wird die Mail in kleine Teile zerlegt und anschließend auf teilweise verschiedenen Wegen an den E-Mail-Server des Empfängers weitergeleitet. Dabei hilft die Tatsache, dass das Internet wie ein Straßennetz organisiert ist und die Mail-Daten sich einen störungsfreien Weg suchen können.

Sobald die E-Mail auf dem Mailserver des Empfängers angekommen ist und dabei möglicherweise viele Tausend Kilometer zurückgelegt hat, kann sie abgerufen und auf den Rechner des Empfängers geladen werden.

Auf den richtigen Anhang kommt es an: darauf sollte man achten

Es gibt mittlerweile Firmen, die in Zeiten von unliebsamen Spamnachrichten E-Mails mit einem Anhang dem Empfänger gar nicht mehr zustellen, da jedes Bild und jede ZIP-Datei Schadsoftware enthalten kann, die im schlimmsten Fall den Rechner des Empfängers oder das gesamte Netzwerk lahm legt.

Daher empfiehlt es sich, E-Mails möglichst ohne Anhänge zu versenden und die zu übermittelnden Daten wie Bilder oder Dokumente nur als Link anzuhängen, der beispielsweise auf einen Cloud-Service zeigt, wo man die Daten abrufen kann. Die aktuellen E-Mail-Programme beherrschen diese Funktion. Darüber hinaus sollten die zu verschickenden Dateien nicht zu groß sein, damit der Download nicht zu lange dauert. Dies erreicht man beispielsweise mithilfe optimaler Kompressionsraten von JPEG-Bildern oder PDF-Dokumenten.

Verschlüsseln oder nicht? In bestimmten Fällen ist es sinnvoll

Bestimmte Berufsgruppen, die zu den sogenannten Geheimnisträgern zählen, sollten auf jeden Fall über eine Verschlüsselung ihrer E-Mail-Korrespondenz nachdenken. Denn jede E-Mail liegt im Klartext vor, kann also ohne größere Mühe von unberechtigten Personen gelesen werden. Daher sollten vor allem Anwälte, Ärzte und Angehörige ähnlicher Berufe ihre E-Mails entweder mit Bordmitteln (S/MIME oder PGP) verschlüsseln oder Dienste in Anspruch nehmen, die sich auf das Verschlüsseln von E-Mails spezialisiert haben. Dazu gehören beispielsweise Proton Mail, mailbox.org und die Firma Tutao mit ihrer Verschlüsselungstechnik Tutanota.

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