Wie das Internet funktioniert - Teil 6: Blogs

Artikel | Veröffentlicht am 07.12.2016
Wie das Internet funktioniert - Teil 6: Blogs

Die ersten Schritte des Internets datieren aus dem Jahr 1957, seitdem erfindet sich das weltumspannende Netz quasi täglich neu. Mit diesem 7-teiligen Special zeigt SONA Knowledge Base, wie das Internet funktioniert und warum es mittlerweile unverzichtbar ist. Teil 6 beschäftigt sich mit Blogs, die sich dank einfach zu bedienender Techniken größter Beliebtheit erfreuen.

Blogs (ursprünglich: Weblogs) sind aus der heutigen Internetlandschaft nicht mehr wegzudenken. Dabei haftete ihnen lange Zeit der Makel einer privat geführten Webseite an - was sie am Anfang auch waren. Dann sorgte aber spätestens die Gründung der Bloggerplattform blogger.com Ende der 1990er Jahre für einen enormen Aufschwung dieser Art, Internetinhalte zu publizieren. Der Grund hierfür war recht simpel: Jeder konnte sein eigener Verleger werden, ohne großen technischen Aufwand, ohne technische Vorkenntnisse. Man musste sich nur einen Namen für den Blog überlegen, eine passende grafische Vorlage wählen, ein spannendes Thema bieten - und schon konnte man für "seine" Leser bloggen, wie und wann man wollte.

Blogs als Massenphänomen

Spätestens mit dem Erscheinen der Blog-Software Wordpress im Jahr 2003 gab es kein Halten mehr, was die Verbreitung von Blogs betraf. Denn mit seinem sehr einfachen Bedienkonzept und einer schnell wachsenden Schar an Wordpress-Entwicklern dominiert der Blog-Service die gesamte Szene und hat seine Konkurrenz wie TYPO3 und Joomla! deutlich hinter sich gelassen. Zudem erlebte Wordpress dank der Veröffentlichung der Blogger-Plattform wordpress.com 2005 einen weiteren Schub, da mit einem Mal auch weniger technisch versierte Menschen ihren eigenen Blog aus der Taufe heben konnten. Damit nahm die Verbreitung von Blogs rasant zu.

Merkmale von Blogs: vernetzt, schnell "befüllbar", Social-Media-affin

Neben der geringen Einstiegshürde bieten Blogs weitere Vorteile, die für ihren Erfolg verantwortlich sind. Dazu gehört beispielsweise der hohe Vernetzungsgrad, den man vor allem mit anderen Blogs erreichen kann. Denn auf diesem Weg werden Blogs besser und schneller gefunden, als wenn sie ein "Silo-Dasein" fristen. Zudem sind Blogger generell vernetzungsfreudiger als statische Webseiten, was vor allem mit der Blog-Kultur zu tun hat.

Ein weiterer Grund für den Erfolg von Blogs ist das unkomplizierte Einstellen neuer Inhalte, da sich die jeweilige Blog-Software quasi darum kümmert. Man muss nur seine Texte verfassen, zwei, drei Bilder auswählen, deren Positionen innerhalb des Texts bestimmen, ein paar sinnvolle Hyperlinks platzieren - und schon geht der Beitrag online. Da Blogs das Verlinken mittels Kategorien und Schlagworte vorsehen, sind viele Beiträge automatisch miteinander vernetzt, was den Nutzungsgrad von Blog deutlich erhöht. Aber auch das simple Verbreiten von Bloginhalten auf den bekannten Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook, LinkedIn und Co. trägt zum Erfolg von Blogs maßgeblich bei.

Blogs werden erwachsen: Wie sie von Unternehmen genutzt werden

Waren Blogs in den ersten Jahren vor allem privat bloggenden Personen vorbehalten, haben in den letzten Jahren zahlreiche Unternehmen Blogs für die Unternehmenskommunikation für sich entdeckt. Ob IBM, Daimler oder Teléfonica - diese und viele weitere Unternehmen betreiben ihre eigenen Blogs. Das Ziel dabei ist klar: Einblicke gewähren in eine Welt, die vielen Menschen unzugänglich erscheint, an der sie aber gerne Teil haben würden. Genau dafür stehen die "Corporate Blogs", in denen Mitarbeiter und Manager nebeneinander ihre "Geschichten" erzählen. Damit werden ihre Firmen greifbarer, was die Transparenz von Unternehmen wesentlich erhöht.

Neben diesen Firmenblogs gibt es auch große Blogs, die auf das Verbreiten von Informationen abzielen. Dort stehen Inhalte im Vordergrund, die den Leser informieren, unterhalten und im besten Fall auch inspirieren sollen.

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