Was Sie über PC-Schnittstellen wissen sollten

Artikel | Veröffentlicht am 24.11.2014
Was Sie über PC-Schnittstellen wissen sollten

An einem Standard-PC befinden sich zahlreiche Schnittstellen, an denen sich interne und externe Peripherie-Geräte anschließen lassen. SONA Knowledge Base nennt die wichtigsten Anschlusstypen und zeigt, welches Gerät für welche Schnittstelle infrage kommt.

Die wichtigsten Schnittstellen eines PCs lassen sich in vier Kategorien unterteilen: Drahtlos, für Monitore und Beamer, für Netzwerkgeräte und für Speicheranschlüsse.

Drahtlose Schnittstellen: Bluetooth und Wireless LAN

Bluetooth: Mit der drahtlosen Verbindungsart Bluetooth lassen sich PC und kompatible Geräte wie Smartphones, Tablet-PCs, Lautsprecher, Kopfhörer und andere Peripherie direkt verbinden. Der aktuelle Bluetooth-Standard 4.0 erlaubt theoretische Übertragungsraten von rund 2 Megabit/s, und das mit einer maximalen Reichweite von etwa 100 Metern in Freien. Das Besondere an Bluetooth 4.0 ist seine Energieeffizienz, womit stromsparende Anwendungen möglich sind.

Wireless LAN: Die aktuellen Drahtlos-Standards nennen sich 802.11n und 802.11ac. Mit 802.11n wurden die Standards 802.11a und 802.11g um 40 MHz breite Kanäle erweitert, sodass theoretisch 600 Megabit/s möglich sind. Aktuell unterstützen am Markt erhältliche Geräte wie WLAN-Router und andere kompatible Devices 300 Megabit/s. Die Reichweite und Datenübertragung ist von zahlreichen Faktoren wie Sichtkontakt, gebäudetechnischen Bedingungen und der Entfernung zwischen Rechner und WLAN-Gerät abhängig. Mit dem Standard 802.11ac gibt es mittlerweile erste Geräte, die eine Bruttodatenrate von 1,3 Gigabit/s schaffen.

Monitoranschlüsse: DVI, HDMI und Co.

VGA: Der schon ältere Video Graphics Array-Anschluss verliert immer mehr an Bedeutung, da sich damit die Videobilder nur analog übertragen lassen. Der Nachfolgestandard nennt sich DVI beziehungsweise HDMI.

DVI: Mit dem Digital Visual Interface lassen sich vor allem PC-Inhalte am Monitor ausgeben. Hierfür kommt das DVI-I-Anschlusskabel zum Einsatz. Zu den Nachfolgern von DVI gehört HDMI, das verstärkt in der Unterhaltungselektronik genutzt wird. DVI ist aufwärtskompatibel zu HDMI, womit alle DVI-Videosignale in HDMI-Signale umgewandelt werden können.

HDMI: Das High Definition Multimedia Interface kommt vor allem im Multimedia-Bereich zum Einsatz, also immer dort, wo der PC mit einem Beamer oder HD-Fernseher verbunden werden soll. HDMI überträgt Audio- und Videodaten über dasselbe Kabel und bietet aktuell eine Bandbreite von 14,4 GBit/s. Damit lassen sich Videobilder bis zu 2160p mit 60 Hz übertragen. Derzeit gibt es vier Steckertypen, die sich vor allem in ihrer Größe unterscheiden.

DisplayPort: Ähnlich wie mit HDMI lassen sich über den DisplayPort-Anschluss Audio- und Videodaten gleichzeitig übertragen, auch hier besteht die Hauptanwendung im Anschluss von PCs und Notebooks an Beamer und HD-Fernseher. Die aktuelle maximale Datenübertragungsrate beträgt bei vier Leitungen knapp 26 Gigabyte/s, womit sich 5120p-Videobilder übertragen lassen. DisplayPort ist darüber hinaus in der Lage, reine Daten zu übertragen, wie das beim Thunderbolt-Anschluss von Apple der Fall ist.

Netzwerk & Co: Ethernet

Ethernet: Der Ethernet-Anschluss, oft auch als LAN-Port bezeichnet, verbindet den PC über ein Netzwerkkabel beispielsweise mit einem Router, der den Zugang ins Internet bereit stellt und zudem weitere Rechner innerhalb eines abgeschlossenen Bereichs miteinander verbindet. Der aktuelle Ethernet-Standard sieht theoretische Verbindungsgeschwindigkeiten von 10 und 100 Megabit/s sowie 1, 10, 40 und 100 Gigabit/s vor. Als Medien kommen für Ethernet-Netzwerke Kupfer- und Glasfaser-Leitungen infrage.

Speicheranschlüsse: USB, PCI Express & Co.

PCI-Express: Mit dem PCI Express-Anschluss (PCIe) kann man externe und interne Geräte wie Festplatten mit dem PC verbinden. Innerhalb des Rechners verbindet PCIe die Peripheriegeräte mit dem Chipsatz des verbauten Prozessors. Mittels PCI Express sind bei PCs Datenübertragungsraten von aktuell knapp 8 Gigabyte/s möglich (auf Basis von x8-kompatiblen Verbindungen). PCIe-kompatible Steckkarte sind "hot plug"-fähig, können also im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, sofern dies vom Mainboard des PCs unterstützt wird.

Serial-ATA: Im Gegensatz zu PCIe kommt der Serial-ATA-Anschluss nur für die Verbindung zwischen Prozessor und Festplatte zum Einsatz. Serial-ATA liegt derzeit in der schnellsten Version S-ATA Express vor, mit der bis zu 16 Gigabit/s möglich sind. Dies kommt vor allem den im Vergleich zu Festplatten deutlich schnelleren SSD-Speichermedien zugute, die ebenfalls Serial-ATA unterstützen. Viele aktuelle Mainboards unterstützen auch schon die M.2-Schnittstelle, die gegenüber dem bisherigen SATA-III-Standard deutlich schneller ist.

USB: Der Universal Serial Bus stellt eine universell einsetzbare Schnittstelle dar, die sich sowohl zu internen als auch externen Zwecken nutzen lässt. Der aktuelle Standard USB 3.0 erlaubt theoretische Übertragungsraten von 5 Gigabit/s, in der praktischen Anwendung sind es unter 4 Gigabit/s, also etwa 500 Megabyte/s. An der USB-Buchse lassen sich zahlreiche Geräte wie Festplatten, Drucker, Tastaturen, Mäuse, DVD-Brenner, Scanner, Lautsprecher und weitere externe Peripherie anschließen. Mit dem bereits vorgestellten USB-Standard 3.1 soll die Datenrate verdoppelt und ein neuer Stecker vorgestellt werden.

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